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Warum Hanf? Kurze Geschichte des Hanfgebrauchs
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Hanfernte 20er Jahre aus:
Herer/Bröckers Hanf
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Ohne Hanf wären Entdecker wie Columbus nie über die Weltmeere gekommen - ihre Segel hätten sich durch die Nässe aufgelöst. Nur starkes Segeltuch aus Hanf war den klimatischen Bedingungen der Weltmeere gewachsen, denn keine andere Naturfaser geht mit Feuchtigkeit so genial um wie Hanf. Mit einem Baumwollfaden kann man zum Beispiel einen Wasserhahn nur ein paar Tage abdichten, dann beginnt die Nässe die Faser aufzulösen: es tropft.
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Hanfbauernbub um 1910 aus:
Herer/Bröckers Hanf
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Der Hanffaden hingegen kann über 30% seines Gewichts an Wasser aufnehmen, ohne an Stabilität zu verlieren. Deshalb dichtet Hanf dauerhaft - und Seile und Segel halten auch bei Nässe und Sturm. Diese einzigartige "Naßfestigkeit" ist auch dafür verantwortlich, daß Hanf in vielen Weltgegenden zum bevorzugten Textilrohstoff wurden: mit Schweiss kommt Hanf besser zurecht als jede andere Pflanzenfaser. Er kann sehr viel davon aufnehmen und nach außen abgeben ohne selbst zu reagieren, d.h. schlecht zu riechen. Deshalb bleibt Hanfkleidung länger frisch, was nicht nur für die Haut eine Wohltat ist, sondern auch (Waschmaschinen) Energie spart.
Daß Hanf in vielen Regionen auch das "Kraut der Armen" genannt wurde, hatte einen einfachen Grund: wer gar nichts mehr hatte, konnte sich nur noch auf diese Gefährtin aus dem Pflanzenreich verlassen. Eine Handvoll Hanfsamen reichte, um den Körper mit den notwendigen Proteinen und Fettsäuren zu versorgen, die Fasern lieferten Unterwäsche, Oberbekleidung, Bett- und Tischzeug, das Hanföl in der Lampe erhellte die Nächte und die Blüten lieferten eine wichtige Medizin sowie Entspannung und einen milden Rausch. Keine andere Pflanze wurde so universell genutzt wie Cannabis - sie stellt auch für die Zukunft alles bereit, was die Menschheit zum Überleben braucht.
Geschichtliche Übersicht
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Jahr
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- 10.000
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Erste Spuren der Nutzung in Asien, der botanischen Heimat von Cannabis Sativa
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- 3.500
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Nachweise über Hanfgebrauch u.a. im heutigen Thüringen und Bayern
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Erste schriftliche Erwähnung von Hanf als Arzneimittel |
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China entwickelt die "High Tech" der Herstellung von Hanfpapier
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Merowingerkönige werden in Hanfkleidern beerdigt |
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900
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Karl der Große verpflichtet Bauern per Gesetz zum Anbau, Steuern können mit Hanfsamen gezahlt werden. |
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1450
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Die Hanfpapier-Technik erreicht Europa und ermöglicht die Gutenberg-Revolution |
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1811
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Napoleon vor Moskau, um Rußlands Hanfexporte nach England zu unterbinden |
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Hanf-Tinktur zählt in den Apotheken zu den meistverordneten Arzneien |
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1937
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Erstes Hanfverbot in USA, nach 1945 auch in West-Europa |
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Das HanfHaus wird gegründet und entwickelt als Pionier in Europa die ersten Hanfprodukte der Neuzeit, der erste HanfHaus-Katalog erscheint |
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1994
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Der erste HanfHaus-Laden eröffnet in Berlin, in der Folge entstehen 12 weitere HanfHäuser und machen Hanfprodukte in Deutschland und der Schweiz wieder zugänglich |
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1996
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Nach einer juristischen Klage fällt das Anbauverbot für Hanf in Deutschland |
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1997
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Auf 2.800 Hektar wird wieder Hanf angebaut und verarbeitet, das HanfHaus bringt die ersten heimischen Produkte (Speiseöl, Samen) auf den Markt |
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1999
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Der Hanfwirkstoff THC wird (in synthetischer Form) in Deutschland wieder als Arzneimittel rehabilitiert |
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2000
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Das Bundesverfassungsgericht stuft auch natürliches THC als "grundsätzlich erlaubnisfähig" ein. Damit sind alle Nutzungsmöglichkeiten des Hanfs wieder rehabilitiert. |
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Allgemeines
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